
Wir
gehen davon aus, dass Ihre ersten Gipfel der Sattelkopf und seine
"Kollegen" oberhalb von Fiss sein werden. Sie sind mit Hilfe der
Seilbahn leicht zu erreichen. Diese brauchen deshalb nicht besonders vorgestellt
zu werden. Von den vielen in der Umgebung wollen wir einige vorstellen. Unter Wanderungen
finden Sie ebenfalls Informationen.
Achtung:
Die beschriebenen Örtlichkeiten
(Parkplatz, Zufahrtsmöglichkeiten etc.) können sich nach unserer letzten Wanderung geändert
haben.
Uns
Menschen aus einer Gegend, wo der höchste Berg 168 m hoch ist, flößten uns
die schmalen steilen Steige anfangs Furcht ein. Wir haben uns aber allein und langsam an
unsere Grenzen herangetastet und dann auch viele Gipfel bestiegen. Diesen
Lernprozess können Sie abkürzen, indem Sie die Ihre ersten Gipfel mit einem
Bergführer besteigen. Sie werden schnell erkennen, dass Bergwandern eine sehr
schöne Sportart ist - und auch ungefährlich, wenn wir unseren Respekt vor den
möglichen Gefahren bewahren, die richtige Ausrüstung mitführen und nicht leichtsinnig werden. Aber
das gilt für jede Sportart.
Mit jeder
Wanderung werden Sie trittsicherer und Berg erfahrener werden und sich auch an
anspruchsvollere Touren heranwagen. Bedenken
sie jedoch, dass auch "harmlose" Wege je nach Jahres- oder Tageszeit problematisch
sein können. Ein im Sommer schneefreier Weg kann z. B. im
Herbst vereist oder durch ein hart gefrorenes steiles Schneefeld unpassierbar werden oder nur
mit Steigeisen zu begehen sein.
Einmal in
der Woche stellt Christian Schlatter, der Fisser Bergführer, Bergtouren vor. Geführte Bergtouren sind völlig ohne Risiko, weil
der Bergführer erst nach sicherer Rückkehr entlohnt wird - eine nicht ganz
erst gemeinte Bemerkung.
Sie
finden hier keine genauen Wegbeschreibungen. Wir wollen nur Ihr Interesse
wecken. Die in der Literatur beschriebenen Anstiege sind manchmal mit Vorsicht zu übernehmen
- auch die in den Alpenvereinsführern! Der Grund: Kleinere
Gletscher sind verschwunden und die größeren sind geschrumpft. Teilweise gibt
es dadurch Spalten, wo früher keine waren. Es sind also Anstiege unschwieriger
geworden oder auch gefährlicher - oder sogar unmöglich. Diese Führer werden
nur in Abständen von vielen Jahren gedruckt, so dass auch ein jetzt neu
gekaufter eventuell das gleiche Problem aufweist. Aber Wanderungen ohne
Führung im hochalpinen Gelände werden Ungeübte wohl eher nicht
unternehmen. Und später werden Sie die Schwierigkeiten ohnehin richtig
einschätzen.
Bei Gipfeltouren starten wir
am liebsten so früh wie möglich. Wir nehmen entweder
die erste Seilbahn oder fahren früh mit dem Auto los. Es ist sehr angenehm in
der Morgenkühle zu wandern. Bei einem Start am späten Vormittag hat der
Kreislauf mit der körperlichen Anstrengung und zusätzlich mit der Hitze zu
kämpfen. In der Höhe sind es zwar z. B. nur 7 Grad im Schatten aber bedingt
durch die intensive Sonnenstrahlung laufen wir ohne Jacke mit aufgekrempelten
Ärmeln und Hosenbeinen und schwitzen trotzdem.
Außerdem
lieben wir es, stundenlang auf oder kurz unterhalb des Gipfels (wegen des
Windes) zu rasten und in
die Ferne zu schauen. Auch auf dem Rückweg haben wir dann jede Menge Zeit und
können auf einer Alm oder in Alpenvereins-Hütte noch unseren Hunger mit einer
Jause stillen. Für uns ist ganz selten der Gipfel das Ziel. Meist in der Weg
das Ziel. Wir erwähnen in den Texten zu den einzelnen Gipfeln nicht, dass man von dort oben
eine herrliche einmalige Aussicht hat. Das ist bei allen Gipfeln so.
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